Geschichte

Unmittelbar nach der Gründung des Werksportvereins Brevillier & Urban Neunkirchen, mit der Sektion Fußball im Frühjahr 1932, machten sich bereits einige Spieler, allen voran die Gebrüder Meiser, Gedanken darüber, wie man die fußballlose Winterpause überbrücken könnte.

Man trat also an Werksdirektor Heller heran und bat ihn, beim Bau der neuen Sportanlage auch eine Eisbahn zu berücksichtigen. Diesem Wunsch wurde seitens der Firmenleitung gerne entsprochen und eine Eisbahn entlang der „Dorsche“ zum Werkskanal errichtet.

Alten Berichten zufolge war es zwischen Weihnachten 1932 und dem Jahreswechsel 1932/33 endlich soweit, zum ersten Mal wurde ein Eisstock auf der Eisbahn der „BU-ler“ geschwungen. Ab dem Winter 1934/35 fanden die ersten Vergleichskämpfe im „Alpenländischen Stockschießen“ (Rudelschießen) gegen andere Neunkirchner Eisschützenvereine, wie dem 1. Neunkirchner EK und dem 1. Neunkirchner SGV statt.

Im Zuge der Renovierung des BU-Sportplatzes wurde die Eisbahn verlegt, entlang der Talgasse neu errichtet, und mit einer elektrischen Beleuchtung ausgestattet.

Bis zur Einstellung des Spielbetriebes aller Sektionen im Werksportverein aufgrund der Wirren des Zweiten Weltkrieges, Mitte des Jahres 1943, wurden die Geschicke der Eisschützen ausschließlich vom jeweiligen Sektionsleiter der Sektion Fußball bestimmt.

Im Jahr 1949 wurde die Wiederaufnahme des Spielbetriebes innerhalb des Werksportvereins beschlossen und es entstand erstmals eine Sektionsleitung, welche nicht mit der Sektionsleitung der Sektion Fußball ident war, unter Karl Buchleitner, Franz Schwendner, Franz Meiser, Johann Albrecht und Johann Kögler sen.

1950 in der Ära des Sektionsleiters Franz Kafka wurde eine „Eishütte“ errichtet. Noch im gleichen Jahr trat die Sektion Eisschießen dem neu gegründeten NÖEV bei, nahm ab diesem Zeitpunkt auch am geregelten Meisterschaftsbetrieb teil und war Gründungsmitglied des Neunkirchner Stadtkomitees.

Bereits 1952 qualifizierte sich die Mannschaft bestehend aus Franz Schwendner, Johann Albrecht, Johann Kögler, Johann Derditsch und Franz Meiser für die Staatsmeisterschaft in Salzburg. Die gleiche Mannschaft war es auch, die 1954 bei der Staatsmeisterschaft in Klagenfurt an den Start ging. Bei der Landesmeisterschaft 1953 in Ternitz stellte unser Verein mit dem damaligen Sektionsleiter Johann Albrecht den Landesmeister von Niederösterreich im Kreisschießen (heutiger Einzelbewerb).

Im Jahr 1953 errangen unsere Eisschützen zum dritten Mal den Stadtmeistertitel im „Alpenländischen Rudelschießen“ und konnten den von der Stadtgemeinde Neunkirchen gespendeten Wanderpokal endgültig in unseren Besitz bringen.

Im Jahr 1975 wurde unter Sektionsleiter Othmar Rasner am BU-Sportplatz eine Asphaltanlage errichtet, damit der Stocksport auch im Sommer ausgeübt werden konnte.

Den bisher größten Erfolg unseres Vereins konnte die Juniorenmannschaft erringen. In den Jahren 1982 bis 1983 konnten drei Landesmeistertitel (zwei Titel im Winter und ein Titel im Sommer) mit den Schützen Ernst Brenner, Erwin Zeisel, Gerhard Teier, Manfred Pfeifer und Leopold Teier errungen werden.

Bei der Junioren-Staatsmeisterschaft 1982 in Zeltweg (Kunsteishalle) konnte, als beste niederösterreichische Mannschaft, der ausgezeichnete achte Platz erreicht werden.

Geschichte

Bei der Junioren-Staatsmeisterschaft in Klagenfurt, im Sommer 1982, wurde ebenfalls der achte Tabellenrang belegt.

Bei der Junioren-Bundesmeisterschaft 1983 in der Kunsteishalle in Salzburg konnten sich unsere Junioren den hervorragenden siebten Platz sichern und schafften somit die Qualifikation für den Ländervergleichskampf gegen Deutschland in Ruhpolding, welcher leider für Österreich 97:99 verloren ging.

Nur ein Jahr später folgte der Konkurs der Firma Brevillier & Urban und die Auflösung des Werksportvereins. Die Sektion Fußball wurde mit dem SC Neunkirchen fusioniert und der BU-Sportplatz wurde von der Firma Orthuber aus der Konkursmasse erworben.

Unsere Eisschützen entschlossen sich die Sektion Eisschießen als eigenen Verein weiterzuführen und erhielten von Karl Orthuber die Zusicherung, die Stocksportanlage weiter benutzen zu dürfen.

1985 konnten unsere Stockschützen das erste Mal den Stadtmeistertitel im Olympischen Bewerb/Sommer erringen und es gelang sogar diesen Titel im Folgejahr zu verteidigen.

Anfang Juni 1988 wurde die Unterliga Süd auf unserer Asphaltanlage ausgetragen und es wurde der Aufstieg in die 2. Landesliga geschafft. Fünf Monate später folgte die Kündigung durch die Firma Orthuber und mit schwerem Herzen räumten wir unsere „Eishütte“ und unsere Asphaltanlage. Alle Versuche eine neue Stocksportanlage zu errichten, scheiterten an den hohen Kosten aber auch an dem geringen Entgegenkommen der damaligen Stadtregierung.

Unser Verein beschloss daher, mangels Alternativen mit dem 1.Neunkirchner SGV am 01. April 1989, eine Spielgemeinschaft einzugehen.

Die sportlichen Erfolge, an welchen unsere SchützenInnen erheblich Anteil hatten, konnten sich sehen lassen. So wurde die SG von 1989 bis 1994 fünf Mal in Folge Stadtmeister im Olympischen Bewerb/Sommer und drei Mal Stadtmeister im Olympischen Bewerb/Winter. Neben Stadtmeistertiteln im Senioren- und Einzelbewerb, gelang der Aufstieg in die 1.Landesliga, die Qualifikation für die Mixed-Landesmeisterschaft, der Aufstieg zur Bundesmeisterschaft des ASKÖ und der Senioren-Bundesmeisterschaft des ASKÖ. Ebenfalls konnte die Jugendmannschaft den NÖ-Landesmeistertitel erringen.

Nach 24 Jahren hatte sich die SG jedoch „abgenützt“ und unser Verein beschloss im November 2013 den Austritt aus der SG mit dem 1.Neunkirchner SGV.

Auch das Problem einer neuen Sportstätte konnte vom Vorstand, unter der Führung von Obmann Erwin Zeisel jun. und dessen Stellvertreter Ernst Brenner, rasch gelöst werden. In kollegialer und freundschaftlicher Form konnte mit dem ESV Eisbären Neunkirchen ein Mietvertrag über dessen Stocksporthalle abgeschlossen werden, welche nunmehr seit 15.Dezember 2013 unsere neue sportliche Heimat ist.

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Hier wollen wir an die alten erfolgreichen Zeiten unseres Eisschützenvereins anknüpfen und versuchen eine neue „BU-Familie“ aufzubauen.

Als Vereinswappen und Vereinsstempel haben wird das alte Vereinswappen des WSV BU-Neunkirchen modifiziert und übernommen. Es zeigt einen blauen Schmetterling auf grauem Hintergrund. Über dem Schmetterling kreuzen sich eine blaue Schraube mit Mutter und ein blauer Nagel. Über dem Kopf des Schmetterlings stehen in blauer Farbe die Buchstaben E.S.V., welche die Abkürzung für Eisschützenverein bedeuten. Unterhalb des Schmetterlings stehen die blauen Buchstaben B & U, welche die Abkürzung für Brevillier & Urban bedeuten.

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Als Vereinsfarben haben wird die alten Vereinsfarben des WSV BU-Neunkirchen „Blau und Grau“ gewählt. Diese Vereinsfarben gehen auf die legendäre Aussage des Präsidenten des WSV von 1932, Ludwig Urban, zurück: „Möge die Verteidigung unserer Mannschaft zähe werden wie Eisen und die Angriffweise hart wie Stahl!“.